Bahnbetriebswagenwerk Böckingen Bereits im Rahmen der Beratungen für den Haushalt 2008/2009 hat die SPD-Fraktion im Heilbronner Gemeinderat an die Verwaltung einen Prüfantrag dahingehend gestellt, ob ein Erwerb des denkmalgeschützten Wohnhauses für Eisenbahnbedienstete in der Leonhardstraße (Bahnbetriebswagenwerk) durch die Stadt Heilbronn möglich ist. Die Ämter wurden außerdem gebeten, Überlegungen anzustellen, welche Nutzungen für das historische Gebäude vorstellbar sind.
SPD-Gemeinderat Herbert Talber begründete den Antrag unter anderem wie folgt: „Böckingen besitzt insgesamt 39 Baudenkmale, eines davon ist das denkmalgeschützte Wohnhaus für Eisenbahnbedienstete in der Leonhardstraße. Viele der für die Phase zwischen 1890 und 1930 charakteristischen Bauten sind im Krieg zerstört worden. Daher halten wir als SPD-Fraktion es für umso wichtiger, dass die wenigen verbliebenen Denkmale erhalten bleiben“.
Ergänzend stellte SPD-Gemeinderat Markus Scheffler hierzu fest: „Das Denkmal befindet sich in einem erhaltenswerten Zustand, die Bausubstanz wird jedoch von Jahr zu Jahr schlechter. Nachdem die Deutsche Bahn das Gebäude offensichtlich nicht mehr benötigt, sehen wir es als Aufgabe der Stadt, das Denkmal einer sinnvollen Nutzung zuzuführen, die einen langfristigen Erhalt möglich macht. Wir sind dabei vollkommen ergebnisoffen, ob diese Nutzung letztendlich öffentlich (zum Beispiel eine Nutzung durch die Feuerwehr im Rahmen einer Verlagerung ihres Standorts) oder auch privat (denkbar wäre zum Beispiel eine gastronomische Nutzung) ist.“