
Artikel Heilbronner Stimme

Artikel in der Heilbronner Stimme vom 23.06.2008:
„Stadtteil muss fit gemacht werden“
Von Julia Spors
Heilbronn - Das denkmalgeschützte Bahnbetriebs-Wagenwerk einer neuen Nutzung zuführen: Das wünscht sich die SPD-Ortsgruppe Böckingen für das leer stehende Gebäude und die brachliegenden Flächen drum herum. „Da tut sich was, wir sind auf einem gar nicht so schlechten Weg“, berichtete SPD-Stadtrat Markus Scheffler bei der kommunalpolitischen Radtour durch Böckingen. Die Feuerwehr könnte dorthin umgesiedelt werden, erklärte Scheffler. Zumindest das Mannschaftshaus ließe sich im bestehenden Gebäude unterbringen, Platz zum Anbau für die Fahrzeuge sei vorhanden.
Weitere Zukunftsvisionen für den Stadtteil wurden bei der Radtour diskutiert. Etwa 20 Interessierte machten sich auf den Weg durch Böckingen. „Wir müssen schauen, dass wir den Stadtteil fit machen. Zu tun gibt es genug“, formulierte SPD-Mann Herbert Tabler das Ziel. Der erste Stopp führte in die Hechtstraße und in die Haagstraße, dem alten Ortskern. Maßnahmen zur Sanierung seien dort sehr wichtig, erklärte Tabler, um für neuen Glanz zu sorgen.
In einem neuen Licht sollen in ein paar Jahren auch die Sportanlagen an der Viehweide erstrahlen. Denn: Im Zuge der Bundesgartenschau soll das Gelände hergerichtet und in eine neue Anlage mit Finnenbahn und Spielmöglichkeiten verwandelt werden. Es wurden bereits Pläne veröffentlicht, aber diese seien nicht mit den Vereinen abgesprochen gewesen, meint Tabler. In die neuen Planungen sollen die vier Vereine auf der Viehweide einbezogen werden. Auch die Gartenlaube soll ihren Platz dort behalten, wenn es nach den SPD-Mitgliedern geht. „Das ist eine Kultstätte“, sagte Tanja Sagasser.
Zum Kreisverkehr in der Heidelberger Straße. ging es weiter. 2010 soll dieser neu gestaltet werden. „Das Geld ist bereits bewilligt“, berichtete Tabler. 375 000 Euro würde die Maßnahme kosten. Grund für die hohe Summe: Alle Versorgungsleitungen führen an der Stelle durch, müssen neu verlegt werden.
Auch für die angrenzende Schanz hat die SPD-Ortsgruppe Zukunftsvisionen: Die TG Böckingen soll dorthin verlagert werden, um ein Vereinszentrum in der Nähe der Schulen zu schaffen. „Kooperationen kommen immer mehr, und da wäre eine solche Nähe ideal“, erklärte Tabler. Ein Wohngebiet für etwa 500 bis 600 Böckinger sei dort außerdem angedacht. „Um das Abwandern junger Familien zu vermeiden, bräuchten wir diesen neuen Wohnraum.“
Die letzte Station war das Areal rund um die Feuerwehr. „Das ist städtebaulich eine Katastrophe. Es muss dort etwas passieren“, fand Tabler deutliche Worte. Würde die Feuerwehr verlagert werden, wäre an dieser Stelle etwa ein Lebensmittelmarkt denkbar.
Homepage SPD Ortsverein Böckingen