Der Vorsitzende der Neckargartacher SPD, Herbert Burkhardt, warnt jetzt die SPD vor einer sturen Haltung bei Stuttgart 21. Das Engagement der SPD-Landespitze für das Bauprojekt stehe im Widerspruch zur Stimmung an der Parteibasis und gefährde ein gutes Abschneiden bei der Landtagswahl im kommenden März.
Burkhardt mahnt: „Vor allem die Rolle von Wolfgang Drexler als Sprecher von Stuttgart21 kann das Projekt zu einem Fiasko für die SPD machen.“
Es könne nicht sein, dass die Regierungsverantwortlichen von CDU und FDP abtauchen und die Oppositionen das Projekt Stuttgart 21 alleine verteidige:
„Diese Rollenverteilung muss aufhören. Es ist nicht die Aufgabe der größten Oppositionspartei die Regierungspolitik zu vermarkten, sondern sie kritisch zu hinterfragen. Dies gilt besonders für ein Projekt mit Kosten in Höhe von 5000 Millionen Euro plus X."
Aus Burkhardts Sicht kann nur ein Rücktritt von Drexler vom Amt des Projektsprechers den Weg für eine differenzierte Haltung der SPD bei Stuttgart 21 frei machen.
Burkhardt: „Wenn engagierte und honorige Bürger, jung und alt, gemeinsam für eine alternative Lösung eintreten, dann muss die Politik dies ernst nehmen und darauf reagieren. Sonst gibt es bei der nächsten Wahl dafür einen Denkzettel.“